Darum ist es so wichtig, schon bei dem Neubau auf viele Details zu achten, wie die richtigen Fenster auszuwählen. Brandschutzfenster sind somit auch Lebensretter. Natürlich ist es auch möglich, die jetzige Verglasung in eine Brandschutzverglasung umzuwandeln. Wir sind in Sachen Brandschutz für Ihr Fenster für Sie da und beraten Sie gerne im Bereich Brandschutzglas.

Ein Fenster muss heutzutage vielen Ansprüchen gerecht werden. Angefangen mit der Wärmedämmung, über den Schallschutz, an die Architektur angepasst, über Material, Brandschutzglas, bis hin zu System Anforderungen an das Fenster selbst. Doch an erster Stelle sollte der Brandschutz stehen, vor allem wenn es sich um behördliche Brandschutzauflagen handelt.

Baulicher Brandschutz wird durch die Baugesetze geregelt. Die Auflagen sind in den jeweiligen Landesbauverordnungen festgelegt. Wenn Sie in eine feuerbeständige Wand ein Fenster einbauen möchten, dann kann nur ein Fenster mit einer Brandschutzverglasung Verwendung finden, der Fensterrahmen muss ebenfalls dem Brandschutz Genüge tun. Meistens werden diese Fenster mit einer Festverglasung versehen. Eine Brandschutzverglasung kann auch mit einer Mehrscheibenisolierverglasung kombiniert werden.

Was sind Brandschutzfenster?

Es handelt sich um Fenster die im Brandfall einen Brandschutz gegen Hitze und Feuer haben, die Zeitangabe findet sich in der Anforderung an das Fenster wieder. F30 bedeutet 30 Minuten und F90 entsprechend 90 Minuten. Während dieser Zeit müssen die Bauteile ausreichenden Schutz im Brandfall aushalten.

Eine Brandschutzverglasung ist baulich bedingt unumgänglich.

Die Anforderungen an Brandschutzfenster sind in verschiedene Feuerwiderstandsklassen von Brandschutzglas unterteilt.

Die Feuerwiderstandsklasse G bietet bei dem Brandschutzfenster lediglich Schutz vor Feuer und Rauch, aber keinen Schutz vor Hitze, die durch das Fenster dringt. Aus diesem Grund sollte das Glas nur im Innenbereich verwendet werden. Viele Büroräume sind mittlerweile durch Verglasungen bzw. Fenster getrennt. Dort reichen die Anforderungen im Bereich G-Glas als Brandschutzverglasung aus.

Allerdings gibt es für den Außenbereich andere Anforderungen an die Brandschutzfenster. Dort muss die Feuerwiderstandsklasse F eingehalten werden. Diese bietet bei dem Fenster ein Brandschutzglas, das sowohl Schutz vor Feuer und Rauch, wie auch Hitzeschutz gewährleistet. Somit wird die Ausbreitung von Feuer über das Brandschutzfenster blockiert. Somit schützt diese Brandschutzverglasung auch vor Hitze.

Diese besonderen Anforderungen sollten Sie bei einem Brandschutzfenster beachten:

  •  Widerstand gegen offenes Feuer, Flammen und Hitzebeständigkeit
     
  • Erfüllt das gesamte Bauteil die Brandschutzauflagen der Behörden?
     
  • Hat der Fensterrahmen und der Fensterflügel den entsprechenden Brandschutzwert?
     
  • Welche Feuerwiderstandsklasse ist gefordert?
     
  • Feuerwiderstandsklasse F30 oder Feuerwiderstandsklasse F90

Wer darf Brandschutzfenster einbauen?

In der Regel fordert die Bauaufsicht eine Erklärung des montierenden Unternehmens bezüglich des fachgerechten Einbau der Brandschutzfenster an. Von daher sollten nur zertifizierte Fachunternehmen diese Fenster einbauen. Es sind auch bestimmte Anforderungen bei der Montage einer Brandschutzverglasung zu erfüllen, das sollte man nicht unterschätzen. Letztendlich sollen diese Fenster Leben retten.

Achten Sie beim Kauf auf die deutschen oder europäischen Normen

Bevor Sie sich zum Kauf eines Brandschutzfensters entscheiden, sollten Sie beachten, dass die Brandschutzfenster der deutschen oder der europäischen Norm entsprechen. Diese Normen sind ein wenig unterschiedlich, aber überlappen sich in den grundlegenden Dingen im Bereich der Brandschutzfenster.

Bei diesen Normen wird das Verhalten des Glases in Brandfällen getestet. In diesem Test wird der Temperatur - Zeit - Verlauf aufgezeichnet und in einer Kurve festgehalten. Daran kann man erkennen, welches Glas den längsten Brandschutz bietet.

Bei der Deutschen Norm wird unterteilt in F30, F60, F90, F120 und F180 Minuten der Widerstandsdauer des Brandschutzfensters. Die Europäische Norm geht ein wenig detaillierter an die Sache und gibt geringere Distanzen für das Fenster vor. Dort findet man F15, F20, F30, F45, F60, F90, F120, F180 sowie F240 Minuten.

Generell ist die Norm F90 immer ein guter Maßstab für die Wahl eines Brandschutzfensters.

Was ist F30?

Es ist die Zeitangabe von 30 Minuten Feuerwiderstand im Brandfall. Das bedeutet das im Brandfall das Bauteil gegen Hitze und Feuer 30 Minuten standhält, bzw. standhalten muss. Weitere Angaben sind F60, F90 und F120, dementsprechend sind es höhere Anforderungen.

Darf man Brandschutzfenster öffnen?

Fenster mit Brandschutzverglasung lassen sich normalerweise nicht öffnen. Muss das Fenster mit der G-Verglasung oder die Tür mit Brandschutzglas jedoch eine Öffnungsfunktion haben, so sind zusätzliche Türschließer oder Fensterschließer zu verbauen, die bei Hitze oder Feuer aktiv werden und das Fenster wieder schließt. Es gibt solche Steuerungen die bei Brandschutz-Fensterherstellern und Fachbetrieben zu erwerben sind. Diese Anlagen dürfen nur von zugelassenen Firmen und Fachunternehmern eingebaut und angeschlossen werden.

Sicher haben Sie das schon in Gebäuden wie Krankenhäusern oder Schulen sehen können, dass die Fenster oder Türen mit solchen Vorrichtungen versehen sind. Die Brandschutzverglasung ist für viele Bereiche, alleine was die Verglasung angeht, unterschiedlich.

Um das Fenster mit der richtigen Verglasung für Ihre Bedürfnisse zu finden, helfen wir Ihnen gerne. Rufen Sie unsere Experten gerne zur Beratung an.

Brandschutzverglasung ist wichtig und in dem Fall kann Glas in Kombination mit dem richtigen Fenster Leben retten.

Wie teuer sind Brandschutzfenster?

Sie müssen mit hohen Preisen von mehr als 2500,- / qm Fenster rechnen, beginnend bei F30 und dementsprechend steigend bei F60, bis F120. Je nach Ausstattung des Fensters mit einem elektrischen Fensteröffner steigt der Preis.

Wie funktioniert ein Brandschutzfenster?

Die Scheiben von einem Brandschutzfenster sind mit einer hitzeableitenden Folie im Inneren ausgestattet. Es gibt aber auch mehrlagigen Aufbau mit Scheiben aus Floatglas und zusätzlichen Schichten aus Wasserglas als Brandschutzverglasung. Es gibt aber auch Brandschutzverglasungen mit Gel-Füllungen die im Brandfall für den Schutz vor Hitze und Feuer sorgen.

Wann braucht man Brandschutzfenster?

Das ist im Baugesetz bzw. in den Bauvorschriften geregelt. Bauämter können bei Baumaßnahmen Brandschutzfenster vorschreiben um den Brandschutz oder zum Beispiel Rettungswege im Brandfall zu sichern. Manchmal nicht ganz verständlich aber Sinnvoll im Sinne einer Brandschutzmaßnahme.

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