Leitfaden mit Güterichtlinien

Die RAL-Montage bezeichnet nicht eine spezielle Methode oder Art der Montage. Das RAL-Gütezeichen verpflichtet lediglich, die in einem Leitfaden formulierten Güterichtlinien einzuhalten. Wichtig ist dabei, dass bestimmte Ziele erreicht werden wie z. B. Wärmeschutz, sichere Befestigung, Brandschutz und Schalldämmung. Wie Planer, Hersteller und Monteure dieses Ziel erreichen, ist ihnen jedoch freigestellt. Bei der Planung für den Haustüreinbau sowie beim Fenstereinbau sollen die einzelnen, geforderten Parameter mit entsprechenden Montagematerialien erreicht werden.

Die RAL-Gütegemeinschaft selbst wirbt mit:

  • einem über den Normen liegenden, besonders hohen Stand der Technik
  • Langlebigkeit und Nachhaltigkeit der Montage sowie ökologische Verträglichkeit
  • besonderer Sicherheit und Wirtschaftlichkeit
  • besonderer Kunden- und Serviceorientierung

Kontrolle und Qualitätssicherung

Für das korrekte Umsetzen der Richtlinien werden die Anbieter einer RAL-Montage zu bestimmten Maßnahmen verpflichtet: dem Einsatz von geschultem Montagepersonal, die ordnungsgemäße Dokumentation der Haustür-Montage oder auch die Bereitschaft zur neutralen Überprüfung. So soll die Qualität von Produkt und Dienstleistung gewährleistet werden.
Beispiel: Fugendichtheit nach DIN 4108 und EnEV


Grundsätzlich gilt, dass die innere Fuge vom Fensterrahmen zum Mauerwerk immer luftdichter sein soll, als die Abdichtung am Fensterrahmen außen. Somit wird bei Einhaltung der mechanischen Befestigung sichergestellt, dass nach dem Einbau keine Feuchtigkeitserscheinungen im Innenbereich auftreten. Das Prinzip ist auch beim Altbau anzuwenden, wenn die alten Fenster erneuert werden, das gilt für die Abdichtung von Fenstern, Haustüren und Türen innen sowie außen.

Der Leitfaden zur RAL-Montage wird bei Bedarf angepasst, zuletzt aufgrund der Änderungen bei der Energieeinsparverordnung (EnEV). Die Verordnung verlangt u.a. bei Neubauten, dass die Gebäudehülle einschließlich der Fugen dauerhaft luftdicht auszuführen ist. Die richtige Montage der Haustüren spielt hier also eine Schlüsselrolle.

Der Leitfaden hat diese Anforderung dementsprechend übernommen und verlangt, dass beim Einbau der Haustüren die Abdichtung der Fugen dauerhaft luftundurchlässig gestaltet wird, den anerkannten Regeln der Technik entsprechend.

Das Verwenden von herkömmlichem Schaum bzw. PU-Schaum zum Schließen der Fugen zwischen Haustüren und Wand ist demnach nicht mehr geeignet für eine RAL-Montage. Denn diese Art der Montage besteht häufig nicht die geforderte Dichtigkeitsprüfung (Blower-Door-Test). Die PU-Schaumfuge verfügt zwar über eine gewisse Dämmwirkung, ist aber leider luftdurchlässig.

Stattdessen listet der Leitfaden zur RAL-Montage von Türen alternative Ausführungsbeispiele auf, wie z. B. den Einsatz von speziellen Dichtstoffen, vorkomprimierten Dichtbändern oder Fugendichtbändern, die für eine RAL Fenstermontage sowie für eine RAL Haustürmontage verwendet werden können. Um einen fachgerechten Einbau für eine fachgerechte Fenstermontage sicherzustellen, sollten nur Materialien verwendet werden, die der RAL-Gütegemeinschaft Fenster Genüge tun.

Damit die Energiebilanz stimmt

Für den Fenstereinbau bzw. für den Haustüreinbau sollten nur Fachbetriebe beauftragt werden, vor allem, wenn für den fachgerechten Fenstereinbau Bescheinigungen erforderlich sind, um Fördergelder in Anspruch zu nehmen. Mittlerweile ist der Fenstereinbau Standard in Deutschland und entspricht dem aktuellen Stand. Fachgerecht ausgebildetes und geschultes Personal wird nur Montagematerialien für Fenster und Türen verwenden, die der DIN entsprechen, um die Fenstermontage sowie die Haustürmontage entsprechend den Anforderungen gemäß RAL Gütezeichen Montage zu erfüllen.

Das Fachpersonal achtet darauf, dass bei der Montage auch die Belange an den Einbruchschutz, den Wärmeschutz sowie dem Schallschutz erreicht werden. Der Monteur wählt entsprechend das Befestigungsmaterial, den Schaum bzw. Pu-Schaum, den Montageschaum, das Kompriband, das Dichtband und die Schrauben für die Befestigung des Rahmens zum Mauerwerk aus. Die Ausführung kann je nach Betrieb bzw. Fachbetrieb unterschiedlich sein und trotzdem die Forderungen der Gütegemeinschaft Fenster einhalten. Der Betrieb mit seinen Fachmonteuren achtet auch darauf, dass der U-Wert der Anschlussfugen bei einem Fenster und einer Haustür innen und außen eingehalten wird.

RAL-Gütesiegel und das RAL Gütezeichen

RAL –  ein historisch gewachsenes System zur Vereinheitlichung
Bereits 1925 wurde der erste Reichs-Ausschuss für Lieferbedingungen (RAL) gegründet. Mittlerweile dienen zahlreiche RAL-Gütezeichen der Erfüllung einheitlicher Anforderungen an Produkte und Leistungen. Das bekannteste Gütezeichen ist wohl der RAL-Farbkatalog mit einer Palette normierter Farben, auf die weltweit anhand eines Nummernsystems referenziert werden kann.

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