Wie wird eine Haustür ausgemessen?

Das ist einfacher als man denkt, wenn man weiß, welche Parameter beim Ausmessen entscheidend sind.  Hier versuchen wir Ihnen zu helfen und zu entscheiden, wie sich die Maße zusammensetzen. Es gibt schon erhebliche Unterschiede zwischen einem Neubau und einem Altbau. Wenn Sie eine Haustür tauschen wollen, so müssen Sie sich die Einbausituation genau ansehen. Hat die Tür einen Anschlag außen oder ist die Tür beidseitig eingeputzt?

Hier haben wir eine Skizze auf der eine Tür mit beidseitiger Verputzung vorhanden ist. Diese Situation ist geläufig und findet man in allen Bundesländern vor.

Sie haben so eine Einbausituation? Dann gehen wir zum nächsten Schritt, wir ermitteln die Breite der Tür.

Richtig messen, Aufmaß erstellen

Hier, wie abgebildet, messen Sie die Breite in der Laibung zwischen den verputzten Wänden oben, in der Mitte und unten.

Notieren Sie die Maße. Oftmals sind die Laibungen schief und das schmalste Maß wird nicht berücksichtigt. Das sorgt dann für Probleme beim Einbau.

Wichtig ist das kleinste ermittelte Maß. Wenn Sie die Skizze betrachten, werden Sie erkennen, dass die Haustür breiter als Ihr ermitteltes Maß ist. Stimmt und das soll so sein. Vom ermittelten Breitenmaß ziehen wir nun 3 cm von der Breite ab. Nun haben Sie schon das Breitenbestellmaß. Die Tür muss schmaler sein als die gemessene Laibung, denn die neue Tür muss zwischen den verputzten Wänden an die entsprechende Position geschoben werden. Dann wird noch eine Anschlussfuge zwischen Tür und Wand benötigt, um den Füllschaum einzubringen. Um den Schaum einzubringen, empfehlen wir eine 1,5 cm breite Montagefüge, die dann innen und außen mit einer Eckleiste, Flach- oder Kammerleiste verdeckt wird.

Höhe der neuen Haustür ausmessen

Nun ermitteln wir die Höhe. Auch da gibt es viele Unterschiede je nach Bauweise. Bei einem Neubau haben Sie im Regelfall ein hohes Bodeneinstandsprofil unterhalb der Tür, um ein stabiles Auflager herzustellen. Gleichzeitig dient das Profil zur thermischen Trennung vom Innen- zum Außenbereich, um den Wärmeschutz einzuhalten.

Welche Höhe dieses Profil hat, ist von Ihrer Bauweise und dem Fußbodenaufbau abhängig. Die Information finden Sie in den Planungsunterlagen. Die Höhe kann von 12 bis 28 cm betragen. Abhängig vom Wärmedämmkonzept Ihres Neubaus. Die Maueröffnung ist in der Bauzeichnung vermaßt angegeben, das gilt für alle Türen. Das Mauermaß gibt die Höhe vom Betonfußboden bis zum Türsturz an sowie die Breite, meistens nach Din Normen und DIN Maßen angegeben.

Wir zeigen Ihnen jetzt wie Sie die Höhe beim Altbau für eine neue Haustür ausmessen.

Auf dem ersten Bild sehen Sie die wahrscheinliche Einbausituation, auf dem zweiten Bild sehen Sie die Tür nach der Montage.

Sie messen das Lichte Maß wie auf dem ersten Bild von der Oberkante des fertigen Fußbodens bis zur Unterkante der Decke. Notieren Sie das Maß und dann ziehen Sie 2 cm für die Montagefuge oberhalb der Tür ab. Jetzt haben Sie das Höhenmaß der Tür von der Oberkante der Tür bis zur Unterkante der Bodenschiene. Nun sitzt die Tür bei der Montage genau auf dem fertigen Fußboden auf. Die 2 cm Fuge benötigen Sie auch, um die Tür bei der Montage in die richtige Position zu bewegen und um einen eventuellen geringen Höhenausgleich vorzunehmen.

Nach der Montage können Sie die Tür wie an den Seiten auch oben mit den Leisten verkleiden.

Noch ein wichtiger Hinweis

Je nach Lieferant sollten Sie abklären, ob das Bestellmaß inklusive der Bodenschiene oder ohne Bodenschiene ist.

Dementsprechend sollten Sie das Maß anpassen, am besten nach einem Gespräch mit unseren Beratern.

Beim Neubau müssen Sie die Höhe des Fußbodenaufbaus wissen, um das Bodeneinstandsprofil zu bestellen. Das Türmaß müssen Sie dann zuzüglich oder inkl. des Bodeneinstandprofils beachten und benennen.

Skizze mit Darstellung eines Bodeneinstandprofils (BEP) und einer Türschwelle

Rahmenverbreiterung

Nun möchten wir Ihnen noch eine Besonderheit erklären, es geht um die Rahmenverbreiterung. Oftmals sehen Sie bei alten Türen eine sehr breite Zarge, vor allem aus Holz vom Flur aus gesehen. Diese Zarge oder auch Blockzarge genannt, ist zwischen 10 und 18 cm breit und hat außen einen Anschlag, an dem die Haustür montiert ist.

Wenn Sie nun eine neue Tür benötigen, ist der Rahmen bzw. die Zarge der Tür ca 6 bis 9 cm breit, somit fehlt Ihnen in der Breite je nach Tür und System zwischen 3 und 10 cm. Diese Differenz kann man mit einer Blendrahmenverbreiterung (BRV) beidseitig und oberhalb der Tür auffüllen. Damit brauchen Sie im Innenbereich keine großen Anarbeitungsarbeiten vornehmen.

Hier sehen Sie die Situation der Haustür mit einem breiten Rahmen und einem breiten Anschlag.

Hier sehen Sie eine neue, eingebaute Tür mit einer Rahmenverbreiterung. Der Bereich der BRV muss nun nicht mehr aufwendig bauseitig verschlossen werden. Die Fuge zwischen Wand und Türrahmen wird durch die BRV ausgefüllt. Anschließend können Sie wieder eine Leiste zum Verkleiden der Restfuge anbringen.

Durch die Wahl der Breite der BRV legen Sie nun auch die Ansichtsbreite vom Türrahmen außen fest.

Wenn Sie eine Tür mit einer 30 mm Rahmenverbreiterung bestellen, geben Sie bitte immer an:

Breite inkl. 30mm BRV rechts und links = xxx cm

Das gilt natürlich auch für die Höhe. Oberhalb der Tür können Sie selbstverständlich auch eine BRV anordnen. Die Höhe und die Breite der Tür wird wie vorher beschrieben ermittelt und dann inkl. der BRV als Bestellmaß angegeben.

Wir hoffen Ihnen mit diesen Angaben geholfen zu haben. Wenn Sie das System verstanden haben, werden Sie die Bestellmaße richtig bestimmen und messen, um so eine fachgerechte Montage sicher zu stellen. Sollten Sie unsicher sein, so sprechen Sie bei einer Bestellung unsere Fachberater an. Viel Spaß beim messen Ihrer neuen Tür.

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