G-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad)

Der g-Wert gibt an, wie viel Wärme/Energie von außen in das Gebäudeinnere transportiert wird. Ein g-Wert von 0,55 bzw. 55 % bedeutet also, dass 55 % der von außen eingestrahlten Energie (beispielsweise Sonnenlicht/-wärme) in den Raum hinter der Glasscheibe gelangt. Beim Bau von Passivhäusern ist es gerade in den kalten Wintermonaten besonders wichtig, Sonnenwärme in das Hausinnere zu transportieren. Die nach Süden ausgerichteten Fenster eines solchen Gebäudetyps verfügen daher auch über einen hohen g-Wert, möglichst über 50 %, um diese kostenfreie Energie zu nutzen.
Bei großflächig verglasten Fassaden wie gewerblich genutzten Gebäuden und Büro-Türmen stehen unterdessen Wärme- und Sonnenschutz an erster Stelle. Durch zusätzliche Beschichtungen auf der Innen- oder Außenseite der Außenscheibe ist es möglich, den g-Wert zu verringern. Jedoch muss dabei beachtet werden, dass sich bei geringen g-Werten auch die Lichtdurchlässigkeit der Scheibe verändert.
Der Gesamtenergiedurchlassgrad sollte also stets flexibel betrachtet werden und sich am Nutzen des Fensters orientieren.

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