Die EnEv, Energieeinsparverordnung, gibt als Vorschrift an, wie hoch der U-Wert der Elemente oder Bauteile sein darf. Der Wärmedurchgangskoeffizient ist für jedes Bauteil nachzuweisen und einzuhalten, besser noch der Wärmedurchgangskoeffizent wird mit einem niedrigen U-Wert unterschritten und verbessert die Wärmedämmung, um Heizenergie sowie deren Kosten einzusparen.

So muss auch ein Nachweis geführt werden, wenn Sie bei einer alten Hauswand eine Wärmedämmung anbringen oder die Dachdämmung erneuern wollen. Im Internet gibt es für solche Maßnahmen Onlinerechner und Beispiele, die Ihnen helfen, die richtigen Entscheidungen für Ihre Maßnahme zu treffen und zu berechnen. Bei einem Wechsel der alten Fenster an Ihrem Haus helfen und beraten Sie unsere Fachleute sehr gern, egal ob es um das passende Glas oder die Fenster an sich geht. Planer und Architekten beraten Sie ebenfalls bei allen Maßnahmen rund um die Dämmung und helfen Ihnen, den maximalen Dämmwert zu erreichen. Zudem ist es möglich, die Maßnahmen so zu berechnen, dass Sie für Ihre Kosten eine KFW-Förderung in Anspruch nehmen können.

U-Wert - der Wärmedurchgangskoeffizient

Gemäß der EnEV, Energieeinsparverordnung, muss für jedes Bauvorhaben ein rechnerischer Nachweis für den Wärmeschutz erfolgen und berechnet werden. Diese Berechnung basiert auf den U-Werten der Bauteile. Einer der wichtigsten Werte ist der U-Wert des Bauteils Fenster. Je kleiner die Wertangabe des Wärmedurchgangskoeffizienten, desto besser ist der Wärmeschutz. Dementsprechend kann die Wärmedämmung der Bauteile bestimmt werden.

Angegeben wird der U-Wert mit der physikalischen Größe W/m²K, (Watt /qm x Kelvin). Die Berechnung gibt den Wärmeverlust je Quadratmeter in einer bestimmten Zeiteinheit an, wobei sich die Lufttemperatur auf beiden Seiten um 1 Kelvin ändert.

Früher wurden die Werte als k-Wert angegeben. Der ehemalige k-Wert diente ebenfalls zur Orientierung für die Wahl der Dämmung, jedoch hatte der Dämmwert früher keine so hohe Bedeutung wie heutzutage. Fenster hatten eine einfache Verglasung bzw. nur eine Scheibe, deren Wärmeleitfähigkeit extrem hoch war, wodurch auch die Heizaufwendungen entsprechend hoch waren. Heute gelten andere Vorschriften, die der Umwelt guttun.

Das änderte sich bei der Einführung der europäischen Normung. Die Hersteller gaben den Wärmeschutzwert gemäß damaligen Auflagen als kv-Wert an. Die Werte entsprachen nicht mehr den heutigen U-Werten, da sich die Berechnungsverfahren für den Wärmedurchgangskoeffizienten im Vergleich zum k-Wert geändert haben und neue Parameter sowie Auflagen in die Berechnung eingeführt wurden. Welche genauen Berechnungen und Auflagen zugrunde liegen, kann in der DIN 4108-4 Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden entnommen werden. Durch die Novelle sind die Parameter für Wärmedurchgangskoeffizienten, (Uw-Wert) und Wärmedurchlasswiderstände (Uw) neu definiert worden.

Wie berechne ich den U-Wert?

Der U-Wert eines Fensters = Uf (Fenster) errechnet sich aus der Verglasung UV (Verglasung), dem Rahmenmaterial UR (Rahmen) und dem Beiwert des Randverbunds.

Europäische Angaben für die U-Werte

Fenster

Deutsche Angabe Uf (Fenster) entspricht der europäischen Angabe Uw (Window)

Der Uf (Fenster) Wert errechnet sich aus UV (Verglasung), UR (Rahmen) undΨv (Verglasung).  Der Uf Wert ist mit dem ehemaligen kF Wert nicht mehr zu vergleichen.

 

Verglasung Ug

Deutsche Angabe UV (Verglasung) entspricht der europäischen Angabe Ug (glazing)

Die Berechnung der Werte der Verglasung Ug-Wert erfolgt für die Mitte der Isolierverglasung, damit der Randverbund keinen Einfluss auf die Wertangabe hat. Durch die Verwendung von Edelgasen als Füllung im Luftzwischenraum, wird der U-Wert erheblich verbessert. Verwendung finden die Edelgase Argon, Krypton und Xenon.

 

Rahmenmaterial

Deutsche Angabe UR (Rahmen) entspricht der europäischen Angabe Uf (frame)

Die Rahmenmaterialangaben beziehen sich nur auf den Rahmen und nicht auf das Glas, diese Werte werden von den Profilherstellern in aufwendigen Laborversuchen ermittelt und angegeben.

 

Randverbund Beiwert

Deutsche Angabe Ψv (Verglasung) entspricht der europäischen Angabe Ψg (glazing)

Die zusätzliche Wärmeleitfähigkeit, die aus der Wechselwirkung des Abstandhalters, dem Glas und dem Rahmen entsteht, wird hiermit angegeben. Bei der Verwendung einer warmen Kante für den Randverbund des Fensters verbessert sich der Wert erheblich.

U-Wert Fenster

Fensterhersteller bieten bereits Elemente mit einem Nachweis an. Sie haben Messungen und Berechnungen der gesamten Bauteile der Fenster durchgeführt. Die Angaben sind für den Wärmeschutznachweis von Gebäuden und Bauteilen wichtig. Die Angaben entsprechen dem Nachweis für Mehrscheiben-Isolierglas, Zweifach- oder Dreifachverglasungen, bei Kunststofffenstern, Holzfenstern, Aluminiumfenstern sowie auch bei Holz-Alu-Fenstern. Ebenso gelten die Berechnungen der Fenster als Nachweis für die Einstufung der Klassifizierungen bei KFW-Förderung. Gemäß der EnEV 2014 sind Höchstwerte für die Neumontage und Neubauten festgelegt. Basis hierfür ist eine Zimmertemperatur von 19°C.

Höchstwerte für die Bauteile:

  • Fenster und Fenstertüren = Umax = 1,3 W/(m²K)
  • Dachflächenfenster = Umax = 1,4 W/(m²K)
  • Verglasungen = Umax = 1,1 W/(m²K)
  • Vorhangfassaden = Umax = 1,5 W/(m²K)
  • Glasdächer = Umax = 2,0 W/(m²K)
  • Fenster mit Klapp- und Faltmechanismus = Umax = 1,6 W/(m²K)
  • Fenster mit Schiebe- Hebemechanismus = Umax = 1,6 W/(m²K)
  • Fenster und Fenstertüren mit Sonderverglasungen = Umax = 2,0 W/(m²K)
  • Dachflächenfenster mit Sonderverglasungen = Umax = 2,0 W/(m²K)
  • Sonderverglasungen = Umax = 1,6 W/(m²K)
  • Vorhangfassaden mit Sonderverglasungen = Umax = 2,3 W/(m²K)
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